Ursprünglich war die Arbeit der im Oktober 2006 eröffneten Beratungseinrichtung bis Ende 2007 befristet. Schon bald entwickelte sich eine rege Nachfrage vor allem zu Handwerkerverträgen, Möbelkauf und Gesundheitsdienstleistungen. „Auf Grund der großen Resonanz bei den Verbrauchern sahen die Euroregion Viadrina und das Verbraucherschutzministerium des Landes die weitere Finanzierung ebenso optimistisch wie wir“, blickt Bredereck zurück und unterstreicht seine Erwartung: „Die Abschaffung der Grenzkontrollen wird den Informationsbedarf der Verbraucher zu ihren Rechten im Nachbarland weiter erhöhen!“
Dass zwischenzeitlich dann doch die lückenlose Fortführung der grenzüberschreitenden Beratung gefährdet schien, werteten alle Beteiligten als Rückschlag. Immerhin trägt das Projekt zu einer positiven Einstellung der Brandenburger zum Europäischen Binnenmarkt bei: „Sachgerechte Informationen können Verbraucher unmittelbar in vorteilhafte Marktentscheidungen umsetzen“, erläutert Verbraucherzentralen-Chef Bredereck. Auch für die regionalen Unternehmen habe sich das Engagement der deutsch-polnischen Berater bereits ausgezahlt, da durch deren Vermittlung häufig Rechtsstreitigkeiten ausgeräumt werden konnten. Vorteilhafte Entwicklungen für alle Marktteilnehmer standen auch im Mittelpunkt eines Symposiums, dessen Ergebnisse demnächst dokumentiert vorliegen werden.
Individuellen Rat zu Verbraucherverträgen erhalten Interessierte in deutscher und polnischer Sprache
Karl-Marx-Str.7, 15230 Frankfurt (Oder),
Beratungszeiten: Di & Do 10-13 u. 14-18 Uhr
01805 – 00 40 49 (14 Ct/min a. d. Festnetz d. Dt. Telekom, Mobilfunkpreise abweichend), Mo-Fr 9-16 Uhr
