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Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

06.01.2009
2008 im Zeichen von Datenschutz und Geld
Verbraucherzentrale Brandenburg will präventiv wirken

Überhöhte Telefonrechnungen, Datenklau, Energiepreissteigerungen, Trend zum Übergewicht und Finanzkrise waren die Begriffe, um die sich 2008 im Verbraucherschutz alles drehte. Da wurden munter unerwünschte Tarife untergeschoben, Geld für Internetabos gefordert oder für Lottospiele einfach abgebucht. Versorger griffen den Gaskunden tiefer in die Taschen, so mancher Finanzdienstleister missbrauchte die Abgeltungssteuer für offensive Werbung. Und schließlich öffnete erst die Finanzkrise so manchem Sparer die Augen dafür, dass hohe Renditeversprechen oft auf Kosten der Sicherheit einer Geldanlage gehen.

Erfreulich ist dagegen, dass die hohen Energiepreise viele Verbraucher veranlassen, sich intensiver mit ihren Möglichkeiten eines sparsamen Verbrauchs auseinander zu setzen. Und es gab keinen richtig großen Lebensmittelskandal, so dass sich die Verbraucherzentrale in diesem Bereich mit ganzer Kraft auf die vorsorgende Beratung konzentrieren konnte. Bei Messen und ähnlichen Aktionen lag deshalb der Informationsschwerpunkt bei Ernährung, Energie sparen und Pflege. Erfolgreich lief auch die vom Familienministerium geförderte Vortragsreihe "Auskommen mit dem Einkommen" in insgesamt 12 Orten des Landes.
Zum Jahresende werden wieder rund 110.000 Brandenburger und Brandenburgerinnen die persönlichen Beratungs- und Informationsangebote der Verbraucherzentrale genutzt haben, davon knapp 40.000 das individuelle Beratungsgespräch. Besonders gefragt war der Bereich Telekommunikation vom Telefon über das Internet bis hin zur Kabelversorgung. Häufiger als im Vorjahr ergab sich daraus eine aufwändige Rechtsvertretung – ein Zeichen dafür, dass Verbraucher sich gegen Übervorteilung wehren wollen und dafür gern unabhängige Hilfe in Anspruch nehmen. Daneben zeichnet sich innerhalb der Beratungen eine leichte Verschiebung vom persönlichen Gespräch vor Ort zum telefonischen Rat ab.

Wie in den Vorjahren brachten die Verbraucherschützer ihr Fachwissen auch 2008 in zwei bis drei Seminaren "auf Vordermann", ergänzt durch interne Schulungen. Die landesweite moderne Ausstattung mit Computertechnik und die weiterentwickelte bundesweite Zusammenarbeit, gestützt auf ein bundesweites Intranet, verbesserten ein wirkungsvolles Agieren wie bei den Umfragen zu DSL oder zum Datenmissbrauch. Voraussetzung dafür war die solide Förderung durch das Landesministerium für Verbraucherschutz, flankiert von Projektförderungen des Bundes und finanziellen Beiträgen der beratenen Verbraucher sowie der Kommunen mit Beratungsstellen.

Für 2009 will die Verbraucherzentrale Brandenburg vor allem präventive Angebote entwickeln – Verbraucherbildung wird bei der Fortsetzung der Familienvorträge eine ebenso große Rolle spielen wie am Weltverbrauchertag im März zum Thema "Kinder und Marketing" oder bei den zahlreichen Ernährungsseminaren für Jung und Alt. Ganz praktische Verbesserungen für die Brandenburgerinnen und Brandenburger sind zum Beispiel das Ziel der Umfrage "Seniorengerechter Supermarkt". Schwerpunkte in der Beratung werden wohl weiterhin Fragen zu Internet und Telefon, zur Altersvorsorge sowie zu Energiepreisen bleiben. Und als besonderes Highlight soll an die gute Resonanz des deutsch-polnischen Informationszentrums an der Grenze zu Polen angeknüpft werden.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link531191A.html