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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

10.03.2009
Reparaturdienstwerbung im Briefkasten
Verbraucherzentrale: "Schnäppchen" enden oft teuer

"30 € Rabatt" versprach der Reparaturdienst auf dem Werbekärtchen aus dem Briefkasten, wenn nach einem Kostenvoranschlag auch der Auftrag an ihn ginge. Das kam Frau K. wie gerufen, denn gerade hatte ihr Geschirrspüler den Dienst versagt – und eine nahe gelegene Potsdamer Firma, die sie angerufen hatte, wollte allein für einen Kostenvoranschlag schon fast 30 Euro bezahlt haben. Da bestellte sie lieber die Handwerker mit dem günstigen Angebot. Wie hätte die Rentnerin auch ahnen sollen, dass am Ende der Kauf eines neuen Geräts für sie günstiger gewesen wäre...

"Leider werben immer wieder unseriöse Firmen mittels Werbekärtchen für ihre Dienst- oder Werkleistungen", weiß Hartmut G. Müller von der Verbraucherzentrale Brandenburg: "Häufig spekulieren sie auf hilfebedürftige Kunden, die froh sind, wenn jemand schnell und günstig ins Haus kommt, und räumen dann flächendeckend anfallende Reparaturaufträge ab." Zwar haben sie ihren Sitz meist nicht in der Nähe, werben aber mit einer örtlichen Telefonnummer. Das stellte auch Frau K. bei ihrem Anruf fest: Auf ihre Bitte um einen Kostenvoranschlag hin kam ein Handwerker extra in ihre Wohnung. Dadurch fühlte sie sich verpflichtet, ihn zu beauftragen, und gab das defekte Gerät heraus.

Später kam dann eine völlig überteuerte Rechnung ins Haus: Über 800 Euro sollte sie bezahlen, ein Neugerät mit besseren Energieverbrauchsdaten wäre günstiger gewesen! Völlig unrentable Kosten sind leider der Regelfall für solche Reparaturen. Manchmal wird auch behauptet, dass das alte Gerät nicht mehr repariert werden könne oder dies zu teuer sei, man könne aber ein intaktes Gebrauchtgerät liefern. Gemeinsam ist solchen Fällen, dass die Betroffenen trotz beworbener Rabatte unter’m Strich meist mehr zahlen als für eine Neuanschaffung.

"Um sich von vornherein vor solchen Schäden zu schützen, sollten Verbraucher sich bei Bedarf Kostenvoranschläge bei Handwerksbetrieben aus der unmittelbaren Umgebung einholen", rät Verbraucherschützer Müller. Ortsansässige Unternehmen riskieren in der Regel ihren Ruf nicht mit unseriösen Versprechungen, so dass man einer Kostenschätzung nach erster Durchsicht meist vertrauen kann; gleichzeitig fördert man bei einer Auftragsvergabe ein regionales Unternehmen. Stellt der Handwerker gleich bei der Durchsicht fest, dass die Reparatur teurer wird als ein Neukauf, sollte man darüber nachdenken, sich ein energiesparendes Neugerät zu kaufen.

Individuellen Rat erhalten Betroffene
  • in den Verbraucherberatungsstellen -
    Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) - sowie
  • am Beratungstelefon unter 09001 / 775 770 jeden Mo bis Fr von 9 bis 18 Uhr (1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend).


    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


  • Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link547581A.html