Seit dem Start der Aktion "Seniorengerechter Supermarkt" im Sommer 2008 durch die Verbraucherzentrale Brandenburg haben Verbraucher 76 Märkte in 27 Orten des Landes auf deren Seniorenfreundlichkeit überprüft. "Bei den Bewertungen mit Hilfe der ’Top-Ten-Checkliste’ beanstandeten die Verbraucher bislang am häufigsten das Fehlen von Kundentoiletten sowie Sitzmöglichkeiten", zieht Pressesprecherin Evelyn Dahme eine Zwischenbilanz. Umso erfreulicher findet sie, dass positive Beispiele wie der REWE-Markt in der Moskauer Straße in Frankfurt (Oder) gerade diese Kritikpunkte zur Zufriedenheit erfüllen und damit zeigen, was Kundenfreundlichkeit heißt: Ihm werden auch ausreichendes, ansprechbares Fachpersonal und eine gut lesbare Ausschilderung bescheinigt, so dass er alles in allem zu 80 Prozent als seniorenfreundlich eingeschätzt wird - wie sechs der 76 bisher eingeschätzten Märkte.
"Solche Märkte setzen Maßstäbe für alle anderen, die zum Teil nur eines von zehn Kriterien der Seniorenfreundlichkeit erreichen", beschreibt Dahme das Ziel der Aktion. Es gehe nicht darum, Supermärkte in ein schlechtes Licht zu rücken. "Wir wollen konkrete Verbesserungen im Interesse der Verbraucher erreichen, indem wir den Märkten Anregungen für eine seniorengerechte Gestaltung geben", erläutert die Verbraucherschützerin und verweist auf leicht umsetzbare Kriterien wie das Aufstellen von Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen und eine übersichtliche und gut lesbare Ausschilderung.
Mit dieser Intention fordert die Verbraucherzentrale auch die Märkte selbst auf, ihre Seniorenfreundlichkeit mit Hilfe der Checkliste selbst zu überprüfen. In der Internetauswertung unter der Adresse
www.seniorengerechter-supermarkt.de ist deutlich zu erkennen, welche Einschätzungen von Kunden und welche von den Händlern selbst stammen. Vor allem finden Verbraucher mit Hilfe der Auswertung schnell einen seniorengerechten Supermarkt in ihrem Wohnort. Das funktioniert natürlich desto besser, je mehr Auswertungen hier einfließen. Deshalb ruft die Verbraucherzentrale Brandenburg sowohl Kunden als auch Märkte zu Bewertungen mit Hilfe der Checkliste auf, die in jeder Beratungsstelle und im Internet auf der Seite www.seniorengerechter-supermarkt.de zu finden ist. Ausgefüllte Fragebögen können ebenfalls in den Beratungsstellen abgegeben oder zugesandt werden an die Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Str. 21, 14473 Potsdam, per Fax an 0331 – 298 71 77, per E-Mail an info@vzb.de. Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
