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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

24.03.2009
"D" direkt auf dem Ei heißt: deutsche Herkunft
Verbraucherzentrale: Nicht von Verpackung täuschen lassen!

Körner pickende Hühner auf einer grünen Wiese unter freiem Himmel – daran möchten Verbraucher beim Eierkauf gern glauben. Tatsächlich wurden bislang in Deutschland rund 80 Prozent der Legehennen im Käfig gehalten. Seit dem 1. Januar 2009 ist die so genannte konventionelle Käfighaltung für Legehennen verboten, so dass viele Betreiber ihre Hennenhaltung derzeit auf Kleinvolieren umstellen. In diesen ausgestalteten Käfigen hat jedes Tier statt der bisher 550 cm² dann 800 cm² Platz, etwas mehr als ein DIN-A-4-Blatt, sowie Sitzstangen und Nester.

"Diese kleine, aber wünschenswerte Verbesserung für die Hennen wird zu höheren Preisen und einem knapperen Angebot bei der kostengünstigsten Eiersorte führen", glaubt Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Manche Discounter nutzten nach ihren Erkenntnissen die Übergangsregelung, nach der noch drei Jahre lang Eier aus der konventionellen Käfighaltung aus anderen EU-Ländern importiert werden dürfen, und böten als Käfigeier nur noch ausländische Produkte an. "Wer beim Einkauf Wert auf die Herkunft aus dem eigenen Lande legt, sollte auf ein "D" im Erzeugercode unmittelbar auf dem Ei achten", klärt Reinke auf und erläutert: "Ein auf der Verpackung aufgedrucktes "D" suggeriert auf den ersten Blick die Herkunft aus Deutschland – tatsächlich bezeichnet es lediglich eine deutsche Packstelle." Formal entspräche das den Kennzeichnungsvorschriften, praktisch verwirre es Verbraucher häufig, weiß die Verbraucherschützerin. Klarheit bringt also nur der Blick in die Verpackung direkt auf das Ei. Leichter wird es ab 2012, denn dann sind die ausgestalteten Käfige EU-weiter Mindeststandard, so dass ausländische Billigangebote den Markt nicht mehr so stark unterlaufen werden. Wer artgerechte Haltung fördern will, bevorzugt ohnehin "Bio" oder Eier aus Freiland- oder mindestens Bodenhaltung.

Individuellen Rat erhalten Betroffene
  • von den Ernährungsberaterinnen in den Beratungsstellen,
    Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) - sowie
  • am Beratungstelefon unter 01805 / 79 13 52 jeden Mo, Mi, Do von 10 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend).


    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


  • Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link551311A.html