"Diese kleine, aber wünschenswerte Verbesserung für die Hennen wird zu höheren Preisen und einem knapperen Angebot bei der kostengünstigsten Eiersorte führen", glaubt Annett Reinke von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Manche Discounter nutzten nach ihren Erkenntnissen die Übergangsregelung, nach der noch drei Jahre lang Eier aus der konventionellen Käfighaltung aus anderen EU-Ländern importiert werden dürfen, und böten als Käfigeier nur noch ausländische Produkte an. "Wer beim Einkauf Wert auf die Herkunft aus dem eigenen Lande legt, sollte auf ein "D" im Erzeugercode unmittelbar auf dem Ei achten", klärt Reinke auf und erläutert: "Ein auf der Verpackung aufgedrucktes "D" suggeriert auf den ersten Blick die Herkunft aus Deutschland – tatsächlich bezeichnet es lediglich eine deutsche Packstelle." Formal entspräche das den Kennzeichnungsvorschriften, praktisch verwirre es Verbraucher häufig, weiß die Verbraucherschützerin. Klarheit bringt also nur der Blick in die Verpackung direkt auf das Ei. Leichter wird es ab 2012, denn dann sind die ausgestalteten Käfige EU-weiter Mindeststandard, so dass ausländische Billigangebote den Markt nicht mehr so stark unterlaufen werden. Wer artgerechte Haltung fördern will, bevorzugt ohnehin "Bio" oder Eier aus Freiland- oder mindestens Bodenhaltung.
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