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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

16.07.2009
Wenn’s in der Küche krabbelt...
Verbraucherzentrale gibt Tipps gegen Vorratsschädlinge

Niemand gibt es gerne zu, doch nahezu jeder Haushalt hat schon mit lästigen Eindringlingen in Küche und Vorratslager gekämpft. Als Einzeltier noch harmlos, bereiten Scharen von Essigfliegen, merkwürdige Gespinste in Gewürzen und Backzutaten oder Fraßlöcher auf Getreide so manchem Kopfzerbrechen "Zwar vermehren sich Schädlinge im schwülen Sommerwetter schnell auf ein Vielfaches, aber mit cleverer Vorratshaltung kann man die Plagegeister meist fernhalten", beruhigt Veronika Wrobel, Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg:
  • Lagern Sie Vorräte stets kühl und trocken, am besten in gut schließenden Behältern aus Glas, Metall oder lebensmittelgeeignetem Kunststoff.
  • Achten Sie bereits beim Einkauf auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und eine unversehrte Verpackung. Überprüfen Sie Lebensmittel im Vorratsschrank regelmäßig und ordnen Sie sie so, dass zuerst Gekauftes auch zuerst wieder verbraucht wird.
  • Entfernen Sie angegammeltes Obst und Abfälle unverzüglich aus der Küche, denn diese locken lästige Insekten in Scharen an. Waschen Sie den Abfallbehälter im Sommer noch öfter aus.
  • Wischen Sie verschüttete Lebensmittel oder Getränke gleich auf und reinigen Sie gründlich nach. Solche Reste sind ein gefundenes Fressen für Ameisen "und Co".
  • Fliegennetze vor Fenstern und Balkontüren halten Motten und Fliegen ab.
  • Der Duft von ein oder zwei Lorbeerblättern in Getreidevorräten wirkt abschreckend auf Fraßschädlinge.

    Und was tun, wenn die Schädlinge schon da sind? Dann empfiehlt Wrobel ein rigoroses Vorgehen: "Wenn’s im Küchenschrank schon krabbelt, hilft nur gründliches Entfernen – aber ohne Chemie!"
  • Werfen Sie alle befallenen Vorräte weg. Diese sind durch Kotreste und Tierkörperteile auch aus hygienischer Sicht nicht mehr brauchbar.
  • Saugen Sie Vorratsschränke oder Regale sorgfältig aus. An schlecht zugänglichen Stellen kann man auch mit dem Fön arbeiten. Dadurch entfernen Sie auch in Ritzen und Spalten möglicherweise abgelegte Eier.
  • Wischen Sie danach Schränke und Regale feucht ab und spülen Sie - soweit möglich - mit Essigwasser nach. Um sicher zu gehen, dass alle Eier entfernt sind und nicht weitere Tiere schlüpfen können, sollten Sie das Ganze nach 14 Tagen wiederholen.
  • Falls der Härtefall eingetreten ist und sich beispielsweise Schaben eingenistet haben, sollten Sie professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen. Die Stadt- oder Gemeindeverwaltung, die örtlichen Gesundheitsämter und der Verband der Deutschen Schädlingsbekämpfer helfen bei der Suche nach geeigneten Fachleuten.

    Weitere Fragen dazu und generell zu den Themen Ernährung und Lebensmittelrecht beantworten die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale
    Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil abweichend) - sowie
  • am Beratungstelefon unter 01805 / 79 13 52 jeden Mo, Mi, Do von 10 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil abweichend).


    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


  • Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link587331A.html