"Nachhaltige Fischerei" bedeutet, dass den Meeren nur soviel Fisch entnommen werden darf, wie auch wieder nachwachsen kann. An der seit 2002 vorgeschriebenen Kennzeichnung des Fanggebietes und der Produktionsmethode an der Verkaufsware kann das vermutlich kaum ein Verbraucher erkennen. Weitaus hilfreicher ist das blaue Siegel der unabhängigen Organisation "Marine Stewardship Council", kurz MSC, das sie an nachhaltig geführte Fischereibetriebe vergibt. Wer sich nicht allein auf das zufällige Auffinden verlassen will, findet im Internet unter www.msc.org/de/wo-kaufen/germany eine umfangreiche Liste mit Geschäften und den dort erhältlichen Produkten mit dem MSC-Siegel.
Für Zuchtfisch, der als Alternative inzwischen fast ein Drittel des Speisefischbedarfs befriedigt, gibt es das Siegel allerdings nicht. Völlig problemfrei ist diese Methode wegen eines häufig zu dichten Besatzes, großen Futterbedarfs und häufigen Medikamenteneinsatzes jedoch auch nicht. Strengere Regelungen gelten für Bio-Fischkulturen, die man im Handel noch nicht allzu häufig findet.
Fragen zum Thema Fischeinkauf, Ernährung und Lebensmittelrecht beantworten die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale
Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil abweichend) - sowie
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
