
Ursprünglich stammen Kartoffeln aus den Anden, doch heute zählen sie in Europa zu den Grundnahrungsmitteln. Der Anbau erfolgt in Deutschland großflächig in Fruchtfolge mit anderen Feldfrüchten. Kartoffelkäfer und Krautfäule (Phytophthora) sind die größten Probleme für den Landwirt. Kartoffeln gehören zu den Ackerbaukulturen mit einem vergleichsweise hohen Einsatz an Pflanzenschutzmitteln. Der Schädlings- bzw. Pilzbefall ist abhängig von der Witterung, so dass die Intensität der Behandlungen zwischen den Jahren schwankt.
Da die Kartoffelknolle geschützt in der Erde liegt, ist sie trotz des intensiven Pestizideinsatzes wenig bis gar nicht mit Rückständen belastet. Der Wirkstoff Chlorpropham, der häufiger nachgewiesen wird, stammt aus der Behandlung nach der Ernte (Deklaration "nach der Ernte behandelt"). Er soll verhindern, dass Speisekartoffeln anfangen zu keimen. Frühkartoffeln werden mit Chlorpropham nicht behandelt, da sie zum sofortigen Verkauf bestimmt sind und sich nicht zum Lagern eignen. In der Regel werden Rückstände durch Schälen und Kochen stark reduziert.
Abbildung 1 und Tabelle 1 stellen die Rückstandssituation bei konventionell produzierten Kartoffeln dar. In 63,3 Prozent der Proben wurden keine Rückstände nachgewiesen. 16 Prozent der Proben mit Rückständen enthielten nur das Keimhemmungsmittel Chlorpropham. Die Behörden in den sieben Bundesländern haben 2010 vor allem einheimische Kartoffeln untersucht, die sich besser darstellen als Kartoffeln aus Frankreich oder Zypern (Abbildung 2). Ägyptische Kartoffeln waren die am geringsten belasteten, wobei für alle ausländischen Kartoffeln nur eine vergleichsweise kleine Anzahl von Proben untersucht wurde.
Abbildung 1:
Rückstandssituation bei konventionell produzierten Kartoffeln im Jahr 2010

Da die Kartoffelknolle geschützt in der Erde liegt, ist sie trotz des intensiven Pestizideinsatzes wenig bis gar nicht mit Rückständen belastet. Der Wirkstoff Chlorpropham, der häufiger nachgewiesen wird, stammt aus der Behandlung nach der Ernte (Deklaration "nach der Ernte behandelt"). Er soll verhindern, dass Speisekartoffeln anfangen zu keimen. Frühkartoffeln werden mit Chlorpropham nicht behandelt, da sie zum sofortigen Verkauf bestimmt sind und sich nicht zum Lagern eignen. In der Regel werden Rückstände durch Schälen und Kochen stark reduziert.
Abbildung 1 und Tabelle 1 stellen die Rückstandssituation bei konventionell produzierten Kartoffeln dar. In 63,3 Prozent der Proben wurden keine Rückstände nachgewiesen. 16 Prozent der Proben mit Rückständen enthielten nur das Keimhemmungsmittel Chlorpropham. Die Behörden in den sieben Bundesländern haben 2010 vor allem einheimische Kartoffeln untersucht, die sich besser darstellen als Kartoffeln aus Frankreich oder Zypern (Abbildung 2). Ägyptische Kartoffeln waren die am geringsten belasteten, wobei für alle ausländischen Kartoffeln nur eine vergleichsweise kleine Anzahl von Proben untersucht wurde.
Abbildung 1:
Rückstandssituation bei konventionell produzierten Kartoffeln im Jahr 2010

Tabelle 1:
Konventionell produzierte Kartoffeln 2010 - Übersicht über alle Proben
| Herkunft | Proben- zahl |
ohne Nach- weis (%) |
Proben < Höchst- gehalt (%) |
Proben > Höchst- gehalt (%) |
Mittlere Anzahl Pestizide je Probe | Mittlerer Pestizid- gehalt (mg/kg) je Probe |
Mittlere ARFD Aus- schöpfung (%) je Probe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 157 | 61,8 | 38,2 | 0,0 | 0,5 | 0,2 | 1 |
| ohne Angabe | 24 | 79,2 | 16,7 | 4,2 | 0,4 | 0,0 | 0 |
| Ägypten | 17 | 52,9 | 47,1 | 0,0 | 1,1 | 0,3 | 2 |
| Zypern | 9 | 88,9 | 0,0 | 11,1 | 0.1 | 0,0 | 6 |
| Frankreich | 6 | 33,3 | 66,7 | 0,0 | 0,8 | 0,3 | 1 |
| Israel | 4 | 75,0 | 25,0 | 0,0 | 0,3 | 0,0 | 0 |
| Marokko | 2 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 |
| Portugal | 2 | 50,0 | 50,0 | 0,0 | 0,5 | 0,0 | 0 |
| Malta | 1 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 |
| Tschechische Republik | 1 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0 |
Abbildung 2:
Rückstandssituation nach Herkunft im Vergleich (3 Merkmale)
Grafiken und Daten basieren auf Einzeldaten der Lebensmittelüberwachung der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt.

