Bei der Erzeugung von tierischen Lebensmitteln werden Tiere unter anderem mit Getreide, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten gefüttert, die dem Menschen als direkte Nahrungsquelle dienen könnten. Das aufgenommene Futter benötigt das Tier überwiegend für seinen Stoffwechsel und nur zu einem geringen Teil zum Aufbau von Fleisch oder zur Produktion von Milch und Eiern. So gehen bis zu 90 Prozent der pflanzlichen Nahrungsenergie als so genannte "Veredelungsverluste" verloren.
Würden diese Nahrungsmittel direkt auf den Tellern landen, könnten mehr Menschen mit Energie versorgt werden. So kann mit dem Anbau von Getreide auf einem Hektar Ackerfläche fünfmal mehr Eiweiß produziert werden als mit Viehzucht, mit Hülsenfrüchten sogar zehnmal und mit Blattgemüse ganze 15 Mal größer. Nicht zuletzt würde die Belastung von Boden, Wasser und Luft mit Gülle gemindert.
Da mit dem steigenden Fleischverzehr immer mehr von der begrenzten Ackerfläche gebraucht wird, werden Futtermittel häufig aus Entwicklungsländern eingeführt. Und das, obwohl diese schon Probleme mit der eigenen Versorgung haben. Weiden sowie Regen- und Urwälder werden zu Anbaugebieten für Futterpflanzen umgewandelt, auch Wasser- und Energieressourcen fallen dem hohen Fleischkonsum zum Opfer.
Fragen zum Thema Ernährung und Lebensmittelrecht beantworten die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale
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