Lange wurde Diabetikern empfohlen, Zucker in der Nahrung streng zu kontrollieren oder durch Zuckeraustauschstoffe wie Fruktose zu ersetzen. Inzwischen weiß man, dass spezielle Diabetiker-Lebensmittel durch die regelmäßige Fruktosezufuhr für die Gesundheit sogar ungünstig sind und sich häufig durch den Gehalt an ungünstigen Fetten als echte Dickmacher erweisen. Diabetes mellitus, ein Insulinmangel oder verminderte Insulinwirkung, ist nicht nur eine "Zuckerkrankheit", sondern betrifft auch Störungen des Protein- und insbesondere des Fettstoffwechsels. "Für die Vorbeugung und Behandlung von Diabetes mellitus gelten deshalb grundsätzlich die gleichen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung wie für die Allgemeinbevölkerung", stellt Ernährungsberaterin Franke klar und nennt als Faustregel: "Diabetiker brauchen einen ausgewogenen und vielseitigen Speiseplan, maßvollen Zucker- und Fettverzehr, vor allem aber viel Bewegung im Alltag!"
Mit Blick auf aktuelle Diskussionen auf europäischer Ebene unterstreicht die Verbraucherschützerin: "Wie alle anderen Verbraucher würden deshalb auch Diabetiker von einer erweiterten obligatorischen Nährwertkennzeichnung profitieren!" Neben leicht verständlichen Angaben zu Brennwert, Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten werden weitere Angaben zum Beispiel zum Gesamtzucker, zur Fettsäurezusammensetzung, zu Ballaststoffen und Salz gefordert. "Das würde die Auswahl geeigneter Produkte gerade auch für die große Zahl von Diabetikern erheblich erleichtern", meint Franke.
Fragen zum Thema Ernährung und Lebensmittelrecht beantworten die Ernährungsberaterinnen der Verbraucherzentrale
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