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Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

16.12.2009
Zwielichtige Forderung von RA Michalak

Verbraucherzentrale rät von Zahlung für Netsolutions FZE ab

In den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Brandenburg beschweren sich zunehmend Verbraucher, die von einer Rechtsanwaltskanzlei Frank Michalak aus der Friedrich-Ebert-Straße 38 in Potsdam mit einschüchternden Schreiben zur Zahlung von 174,08 Euro aufgefordert werden – andernfalls entstünden weitere Kosten. Als Auftraggeber wird die Netsolutions FZE aus Dubai genannt, Betreiberin der Internetseite nachbarschaft24.net. Mehrere Betroffene berichten, vor ein bis zwei Jahren einer Aufforderung per E-Mail oder Telefon gefolgt zu sein, eine auf dieser Seite für sie hinterlegte Nachricht eines Bekannten abzurufen. Nun wird ihnen unterstellt, sie hätten diesen nicht gewollten kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen.

Betroffenen rät Norbert Richter von der Verbraucherzentrale Brandenburg: "Wenn man so eine Forderung per Einwurfeinschreiben als unbegründet zurück gewiesen hat, kann man weitere Mahnbriefe ignorieren – erst bei amtlicher Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheids muss man unbedingt fristgerecht widersprechen!" Dann könne die Gegenseite zwar noch klagen, das sei jedoch in den meisten Fällen unwahrscheinlich. Inzwischen stützt ein Urteil des Amtsgerichts Berlin Mitte vom 05.11.2009 (Az.: 17 C 298/08) die Rechtsauffassung der Verbraucherzentrale und weist die Forderung als unbegründet zurück.

‚Ein Versuch kann nicht schaden’, scheint Herr Michalak unbesorgt um seinen Ruf zu glauben und bemüht sich, mit einem "Gutachten" einer Rechtsanwältin Katja Damrow – rein zufällig ansässig an gleicher Adresse - und einer Aufzählung von Urteilen Autorität zu schinden. Doch das dürfte noch schwieriger werden, nachdem inzwischen Reporter der SAT-1-Sendung "Planetopia" den Sitz des Auftraggebers in Dubai in Augenschein nahmen: ein altes Fabrikgebäude ohne Hausnummer und mit eingefallener Fassa-de... Eine Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband konnte bislang mangels "ladungsfähiger Anschrift" nicht zugestellt werden.

Individuellen Rat erhalten Betroffene
  • in den Verbraucherberatungsstellen -
    Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) - sowie
  • am Beratungstelefon unter 09001 / 775 770 jeden Mo bis Fr von 9 bis 18 Uhr (1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend).



    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

  • TitelDok.-TypGröße
    Checkliste InkassopostCheckliste Inkassopost.pdf PDF78.1 KB


    Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link654511A.html