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Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

28.12.2009
Spitzenreiter: Telefon, Internet & Datenmissbrauch
Jahresrückblick der Verbraucherzentrale

Auch 2009 haben die Verbraucherschützer um Vorstand Jochen Resch und Geschäftsführer Dr. Rainer Radloff wieder mehr als 100.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger persönlich erreicht: "Anbieterwechsel bei Telefon und Internet sowie unseriöse Zahlungsaufforderungen und Datenmissbrauch beherrschten in diesem Jahr die Nachfrage in den 13 Verbraucherberatungsstellen des Landes", fasst Radloff rückblickend zusammen. Nachdem von Internetnutzern zunehmend vierstellige Beträge für Urheberrechtsverletzungen durch angeblich illegale Downloads gefordert wurden, musste die Verbraucherzentrale begrenzte Kapazitäten für eine spezielle Beratung zur Verfügung stellen. Im Zuge aktueller Marktentwicklungen spielten zudem Vorsorgeverträge und Energiepreise eine große Rolle – neben traditionellen Themen wie Gewinnspielen oder Reklamationen.

Gegenüber besonders auffälligen Unternehmen prüfte die Verbraucherzentrale in 86 Fällen wettbewerbsrechtliche Schritte, darunter vor allem wegen unlauterer Telefonwerbung und untergeschobener Verträge. Daraufhin änderten beispielsweise die Karstadt-Quelle-Versicherungen und die Postbank ihr Geschäftsgebaren zugunsten ihrer Kunden; allerdings mussten mehrere Verfahren wegen des hohen Kostenrisikos eingestellt werden.

In anderen Bereichen suchten die Berater aktiv den Kontakt zu Verbrauchern. "Mit knapp 3000 Teilnehmern in 60 Veranstaltungen wie Kommunalen Klimakonferenzen und Brötchenaktionen konnten die Klimaschützer der Verbraucherzentrale bereits im ersten Projektjahr viel Aufmerksamkeit auf konkrete Maßnahmen für einen bewussten Umgang mit Ressourcen lenken", hebt Geschäftsführer Radloff hervor und ergänzt: "Die Beratungsangebote zum Energiesparen in über 20 Orten des Landes nutzten Verbraucher zunehmend für die Information zu erneuerbaren Energien - neben dem Hauptthema Heizen." Zusätzliche projektgeförderte Pflegebera-tungen trafen auf ein ebenso reges Interesse wie ein neues Vortragsangebot der Unabhängigen Patientenberatung für ältere sozial schwache Menschen, die nicht zuletzt dank einer nun kostenlosen Beratungshotline einen enormen Beratungszuwachs verzeichnen konnte. Mit Vorträgen in Schulen erschlossen sich auch die Juristen im Deutsch-polnischen Verbraucherinformationszentrum ein noch größeres Publikum. Wer nicht persönlich erreicht werden konnte, hatte zumindest die Chance, sich vor allem mit präventiven Tipps über die durchschnittlich zwei Veröffentlichungen pro Tag in Presse, TV und Rundfunk für den Markt "fit zu machen".

Die Verbraucherbildung soll auch im kommenden Jahr ein zentrales Thema sein: "Wir wollen unsere Spuren in der Schulverpflegung und der Lehrerfortbildung hinterlassen und rechnen hier durch das Zusammenwirken mit Verbraucherschutz- und Bildungsministerien mit einer neuen Qualität", hofft der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg. Ein thematischer Schwerpunkt wird die bereits 2009 mit der Aktion "Rote Karte für Abzocker" aufgegriffene Finanzkompetenz von Verbrauchern sein, die auch zum 20-jährigen Jubiläum der Verbraucherzentrale am Weltverbrauchertag im März eine Rolle spielen wird. Schon lange entsprechen die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr dem Bedarf der Rat Suchenden, die in jeder Beratungsstelle eine kompetente Beratung zu Versicherungen und Altersvorsorge erwarten. Deshalb wird es bei der Auswertung des bundesweiten Verbraucherschutzindex’ im Spätsommer wieder um die Frage "Verbrauchernähe durch Flächendeckung oder Finanzdienstleistungsberatung an jedem Standort" gehen. Positiv stimmen dagegen die nach Brandenburg an der Havel und Oranienburg in weiteren Städten geplanten Kommunalen Klimakonferenzen, drei neu geplante Energieberatungsstandorte, eine große Aktion zur Kontrolle der Preisangaben und viele Angebote speziell für junge Verbraucher und Senioren. Dazu gehört auch der Ausbau der notwendigen "Unabhängigen Patientenberatung Deutschland" im gleichnamigen Modellprojekt, auf dessen Verstetigung die Verbraucherzentrale als einer der beiden Träger für die Zukunft hinarbeitet.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link659391A.html