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Beratungsstellen

Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

19.01.2010
Einkauf für Senioren nicht immer leicht
Umfrage der Verbraucherzentrale zeigte Wirkung

Zwar ist Weihnachten gerade vorbei, aber mit einem ganz speziellen Geschenk könnten die Einkaufsmärkte im Land vielen Senioren noch eine große Freude bereiten: Von 245 durch die Verbraucherzentrale Brandenburg Befragten kritisierten immerhin 184 das Fehlen einer Sitzgelegenheit zum Ausruhen im Einkaufsbereich, mit etwas Abstand gefolgt von zu hoch platzierten Waren und zu wenig kleinen Produktpackungen im Angebot. Unterm Strich hält Pressesprecherin Evelyn Dahme das Ergebnis dennoch für ermutigend: "Die wichtigsten Seniorenwünsche sind relativ leicht erfüllbar – und während der Umfrage haben wir immer wieder die Bereitschaft von Märkten zu Veränderungen erlebt, wenn sie wissen, was ihre Kunden konkret wollen." Senioren berichteten der Verbraucherzentrale, dass sich Händler bei ihren Nachfragen in Märkten auf die Umfrage bezogen und Verbesserungen der Einkaufsbedingungen signalisiert hätten. So wurden in einem Supermarkt zwei Stühle in den Eingangsbereich gestellt, in einem anderen stehen nun für kleine Einkäufe neben den Einkaufswagen wieder Körbe zur Verfügung.

Die Hoffnung der Verbraucherschützer, mit der Aktion die Aufmerksamkeit des Handels stärker auf die Bedürfnisse älterer Menschen zu lenken, ist also offenbar aufgegangen. Bereits 2007 hatten Seniorinnen und Senioren in bundesweiten Veranstaltungen der Verbraucherzentralen bemängelt, dass auf ihre Situation zuwenig Rücksicht genommen werde. Zu den zehn häufigsten Kritikpunkten startete die Verbraucherzentrale Brandenburg daraufhin eine Umfrage in ihren Beratungsstellen und im Internet, mit der sie Kunden wie Händler zu einer Bewertung "ihres Marktes" aufforderte.

Zum Jahresende 2009 hatten 245 Verbraucher insgesamt 136 Märkte in 47 Orten eingeschätzt; auch 8 Händler stellten sich mit einer Selbsteinschät-zung der Kritik.

Und so sah das Ranking der erfüllten und nicht erfüllten Kriterien im Land Brandenburg konkret aus: siehe Anhang

Insgesamt konnten die Beteiligten die zehn Fragen 1301 Mal positiv beantworten – dem steht 1179 Mal ein Nein gegenüber. "Natürlich kann uns eine nur 50-prozentige Erfüllung spezieller Seniorenwünsche nicht zufrieden stellen, aber wir werden den Händlern die Ergebnisse zur Verfügung stellen und sie zu weiteren Verbesserungen auffordern", kündigt Dahme an und ergänzt: "Auch Seniorenbeiräte und unsere Mitgliedsverbände Volkssolidarität und Arbeiterwohlfahrt können mit diesen konkreten Anhaltspunkten vor Ort nachhaken." Noch bis Ende Februar kann jeder Interessierte im Internet unter Link öffnet in neuem Fensterwww.seniorengerechter-supermarkt.de sortiert nach Orten und Märkten vergleichen, wie die Verkaufsstätten in der eigenen Region abgeschnitten haben.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

TitelDok.-TypGröße
Ergebnis der Seniorenbefragung zu Supermärkten 2009Ergebnis der Seniorenbefragung zu Supermärkten 2009.pdf PDF45.8 KB


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link665851A.html