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Beratungsstellen

Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

17.02.2010
"Entertain-Paket" nicht an der Haustür kaufen

Verbraucherzentrale warnt vor voreiligem Vertragsschluss

Derzeit beschweren sich vermehrt brandenburgische Verbraucher über Werber an der Haustür, die sich mit einem kurz gezückten "Ausweis" als Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG vorstellen (Die Verbraucherzentrale vermutet hier Vertriebspartner der Telekom und hat das Unternehmen dazu angefragt.). Sie überreden die völlig unvorbereiteten Verbraucher, Verträge über den Kauf eines ein so genannten "Entertain Pakets", einen Internetanschluss und einen Installationsauftrag zu unterschreiben. "Bei überraschenden Vertragsangeboten an der Haustür, auf der Straße oder am Telefon sollte man besonders vorsichtig sein", rät Jurist Wolfgang Baumgarten von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Wer voreilig unterschrieben hat und das gern rückgängig machen möchte, sollte unverzüglich per Einwurfeinschreiben widerrufen. Ist die 14-tägige Widerrufsfrist bereits abgelaufen, bleibt Betroffenen eine genaue Vertragsprüfung in einer Verbraucherberatungsstelle.

Besonders verwerflich findet der Verbraucherschützer, dass insbesondere ältere Brandenburger "in die Falle gelockt" werden, von denen einige nicht einmal einen Computer besitzen. Auf den ersten Blick sind die Vertragsinhalte in der Regel kaum überschaubar, da sie sich meist erst durch gründliches Lesen der "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" (AGB) erschließen. Wer tut das schon an der Haustür, zumal sie oft sehr umfangreich und in kleiner Schrift abgedruckt werden? Diese Mühe kann aber viel Ärger und Abzocke verhindern, meint Baumgarten: "Verbraucher sollten sich die AGB`s vor einer Unterschriftsleistung aushändigen lassen und sie genau durchsehen, denn oft verstecken die Anbieter hier wesentliche Vertragsinhalte!" Seriöse Unternehmen hätten ohnehin nichts zu fürchten, wenn man sich mit der Prüfung Zeit lassen und das Ganze in Ruhe überdenken wolle. Wird dagegen sofort eine Unterschrift auf einem Vertrag eingefordert und unter fadenscheinigen Vorwänden Druck gemacht, sollten alle Alarmglocken schrillen. "Eile ist der denkbar schlechteste Ratgeber für Vertragsabschlüsse", gibt der Jurist als Faustregel für alle Verbraucherverträge mit auf den Weg.

Individuellen Rat erhalten Betroffene
  • in den Verbraucherberatungsstellen -
    Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) - sowie
  • am Beratungstelefon unter 09001 / 775 770 jeden Mo bis Fr von 9 bis 18 Uhr (1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend).


    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


  • Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link674311A.html