Kritisch sieht die Ernährungsexpertin deshalb die starke Zunahme aromatisierter Lebensmittel – auch dort, wo man sie kaum vermutet, wie bei Margarine, Erbsenkonserven, sogar bei Bio-Produkten oder auch in Geräuchertem. Natürlicherweise gibt es mehrere Tausend verschiedene Aromastoffe in Lebensmitteln. Steht heute aber "Aroma" in der Zutatenliste, können sich dahinter physikalisch, chemisch, gentechnisch oder biotechnisch hergestellte Geschmacksstoffe, die von Bakterien, Schimmelpilzen oder anderen Mikroorganismen produziert werden, verbergen. Selbst der Hinweis "Natürliches Aroma" auf dem Vanillejogurt gewährleistet nicht, dass er echte Vanille enthält – sondern lediglich, dass das Aroma natürlichen Ursprungs ist, zum Beispiel aus der Baumrinde gewonnen. Und "Vanillin" ist kein Synonym für Vanille, sondern kann auch für synthetisch hergestelltes Vanille-Aroma stehen. Nur die Bezeichnung "natürliches Vanillearoma" garantiert, dass der Stoff wirklich aus der Schote stammt. Oft wird aber auch dann mit geschmacksintensiveren Aromen nachgeholfen.
"Wenn der Geschmack von hochwertigen Rohstoffen herrühren soll, muss man sich auf der Zutatenliste vergewissern, dass das natürliche Aroma des namensgebenden Aromas wie Vanille enthalten ist", rät Verbraucherschützerin Franke allen, die sich den natürlichen Genuss erhalten wollen.
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