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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg
01.04.2010
Vorsicht bei "Gewinnen" & "Geschenken"
Verbraucherzentrale warnt vor Lockmethoden für Verträge
Angebliche Gewinne oder "absolute Reiseschnäppchen" gehören zu den alltäglichen Beschwerdegründen in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Brandenburg, denn häufig bleibt vom verlockenden Vorteil am Ende nur ein unerwünschter Vertrag mit Zusatzkosten übrig. "Scheint ein Angebot unglaublich günstig, sollte man ihm mit besonderer Vorsicht begegnen, denn kein Unternehmen hat etwas zu verschenken", rät Juristin Sabine Fischer-Volk und erläutert: "Oftmals sind Gewinnversprechen geschäftliche Lockmittel, um an die persönlichen Daten von Verbrauchern heranzukommen und abzukassieren. "
So sehen zum Beispiel "günstige" Angebote aus, über die Brandenburgerinnen und Brandenburger sich in letzter Zeit häufiger beschwert haben:
Die Verbraucher erhalten per Post die Mitteilung, sie hätten 5.000 Euro gewonnen. Der "Gewinn" soll – warum auch immer - auf einer Fahrt nach Polen übergeben werden.
In anderen Fällen erhalten Betroffene Post von Dr. Schuster und Söhne, Finanzdienstleistungen, mit Postfachadresse. Man übernimmt hier scheinbar aus lauter Edelmut eine Gewinnauszahlung für eine andere Firma in Höhe von 937 Euro. Auch hier stehen für die Abholung kostenlose Reisebusse zur Verfügung.
Nach den Erfahrungen der Verbraucherschützer dient eine angekündigte "Gewinnübergabe" meist als Lockmittel für eine Kaffeefahrt. Hier werden oft Reiseverträge gegen Vermittlungsgebühr und mit späteren Zusatzkosten für Transport und Ausflüge oder ähnliches aufgedrängt. Wenn sich Verbraucher dennoch darauf einlassen wollen, sollten sie unbedingt auf die Übergabe eines Reisesicherungsscheins und das bei Haustürgeschäften zweiwöchige Widerrufsrecht achten. Um nicht auf zwielichtige Angebote hereinzufallen, rät Frau Fischer-Volk: "Lassen Sie sich von Verlockungen nicht beeindrucken, wenn zum Beispiel der Absender statt einer Straßenangabe eine Postfachadresse aufweist, Sie zum Anruf einer teuren Telefonnummer auffordert oder Ihre Nachbarn die gleiche Nachricht erhalten haben!" Irreführende Werbung gehört in den Papierkorb.
Individuellen Rat erhalten Betroffene
in den Verbraucherberatungsstellen -
Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil max. 42 Ct/min) - sowie
am Beratungstelefon unter 09001 / 775 770 jeden Mo bis Fr von 9 bis 18 Uhr (1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend).
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

