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Senioren

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Das Engagement der Verbraucherschützer für und mit Senioren zielt vor allem auf den Erhalt ihrer Selbstständigkeit und reicht weit über die genannten Projekte hinaus. Interessierten wollen wir gern weitere Anregungen zum Nachlesen geben:

Um die speziellen Bedürfnisse von Senioren zu erkennen und ihre
Situation zu verbessern, starteten im Jahr 2004 die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz das Projekt "Zielgruppenorientierte Verbraucherarbeit für und mit Senioren". In Seniorenkonferenzen
in den drei Ländern ermittelten wir Problemschwerpunkte und Wünsche der Betroffenen. Die Ergebnisse flossen in die Link öffnet in neuem FensterStudie "Ältere Menschen als Verbraucher: vergessen, uninteressant oder stark im Kommen?" ein. Vor allem bewegte die älteren Verbraucher, dass ihre Bedürfnisse zu wenig berücksichtigt würden bei der zunehmenden Automatisierung in Geldinstituten und im öffentlichen Nahverkehr, in der unzureichenden Informationspolitik in den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie in der Gestaltung der Einkaufsbedingungen.

An die letztgenannte Kritik knüpfte die Umfrage "Supermarkt – alles super?", die die Verbraucherzentralen in Zusammenarbeit mit der Link öffnet in neuem FensterBundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) 2007 starteten.

Seit 2003 fördert der Bund im Rahmen des nationalen Aktionsplans "INFORM" die Link öffnet in neuem FensterAktion "Fit im Alter" der Verbraucherzentralen in Kooperation mit BAGSO und DGE. Die Verbraucherzentrale Brandenburg informierte in mehr als 100 Veranstaltungen bereits über 2.300 Seniorinnen und Senioren. Bei einer hier durchgeführten Umfrage zum Einkaufen schnitt die Marktkette Edeka als seniorenfreundlichste ab, weil sie nach Empfinden der Befragten ausreichend Personal einsetzt. Bei den weniger gut beurteilten Märkten fehlten neben Fachkräften häufig auch Kundentoiletten.

Mit dem Ergebnis der Top-Ten-Wünsche der Senioren an ihre
Einkaufsstätte startete die Verbraucherzentrale Brandenburg 2008 ihre Umfrage zum "Seniorengerechten Supermarkt". Per Klick im Internet oder auch per Post konnten Verbraucher und auch Händler selbst ihren Einkaufsmarkt einschätzen. Insgesamt beteiligten sich 245 Seniorinnen und Senioren sowie acht Supermärkte. Noch bis Ende August 2010 können die Link öffnet in neuem FensterBewertungen im Internet eingesehen werden. Die Einschätzungen folgen den zehn Kriterien und sind beginnend mit dem am besten bewerteten Markt aufgelistet. Am Ampelsystem orientierte Bewertungsklassen nach dem Muster "x Prozent seniorenfreundlich" erleichtern die Erfassung des Ergebnisses. Besonders häufig kritisieren Verbraucher die fehlenden Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen. Darauf folgend bemängeln sie fehlende kleine Packungen für Singlehaushalte und häufige Umräumaktionen, die die gewohnte Orientierung erschweren. Mehr als die Hälfte der Befragten war der Meinung, dass die Waren zu hoch platziert und damit nur schwer zu erreichen sind. Auch Kundentoiletten sind häufig "Mangelware". Über ein Drittel der Befragten wünscht sich mehr Platz hinter der Kasse zum Einräumen, damit das auch in Ruhe geschehen kann. Mehr als jeder Vierte ist mit der Ausschilderung von Waren und Preisen unzufrieden.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen stellte fest, dass Senioren Hilfe in Form von "Haushaltsnahen Dienstleistungen" nur zögerlich in Anspruch nehmen. Im gleichnamigen Projekt stellt
sie seit 2006 in einer Link öffnet in neuem FensterInternetplattform das Dienstleistungsangebot für Modellkommunen mit Bewertung vor und will den Kontakt zwischen Anbietern und Suchenden erleichtern.

2009 führte ebenfalls die Verbraucherzentrale Nordrhein-
Westfalen eine Link öffnet in neuem FensterUmfrage zum "Essen auf Rädern" durch. Sie zeigte erhebliche Unterschiede der Angebote in Qualität, Service und Preis. Besonders hoch bewerteten die Senioren ein schmackhaftes und gesundes Essen, das appetitlich aussieht; auch die pünktliche Lieferung und ausreichend Zeit für die Auswahl sind ihnen wichtig.

Auf die Bedürfnisse von Senioren haben sich einige Filialen der Edekagruppe mit Link öffnet in neuem Fenster"Generationenmärkten" besonders eingestellt. 2004 wurde in Chemnitz der erste Markt geöffnet, mittlerweile sind es deutschlandweit schon 50. Angeboten werden die gleichen Produkte wie anderswo, aber die Regale befinden sich in bequemer Höhe, die Preisschilder sind größer als üblich, die Gänge breit genug auch für Rollstuhlfahrer, die Böden rutschfest und die Einkaufswagen mit Bremsen und einer integrierten Gehhilfe ausgestattet. Und natürlich gibt es auch genügend Kundentoiletten und Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen. Zu den Stammkunden gehören neben Senioren auch Singles und Familien mit Kindern, die ein entspanntes Einkaufen ebenso schätzen.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Brandenburg e.V., Templiner Straße 21, 14473 Potsdam
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link732251A.html