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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

08.06.2010
Gefährlichen Lebensmittelinfektionen vorbeugen

Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Lebensmittelhygiene

In Brandenburg sind im vorigen Jahr laut Meldung der Techniker Krankenkasse wieder mehr Menschen an verdorbenen Lebensmitteln erkrankt. So stieg für die landesweit 200 000 Versicherten der Kasse die Zahl der Krankheitstage um neun Prozent auf 140 000 an.

Das Risiko von Lebensmittelinfektionen wächst mit steigenden Temperaturen. Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmelpilzgifte werden meist nicht wahrgenommen, vermehren sich aber bei Wärme und Feuchtigkeit rasant. "Bereits beim Einkauf ist deshalb vorbeugend auf eine unversehrte Verpackung, das Mindesthaltbarkeitsdatum, das Verbrauchsdatum und die Temperaturhinweise zur Lagerung zu achten", empfiehlt Ernährungsberaterin Veronika Wrobel von der Verbraucherzentrale Brandenburg und unterstreicht: "Leicht verderbliche Lebensmittel gehören zum Transport in die Kühltasche!"

Besondere Umsicht sei ratsam bei rohen tierischen Produkten wie frischem Fleisch – insbesondere Geflügel -, Fisch und anderen Meerestieren sowie unerhitzten Eiergerichten, Salaten und Cremes; diese seien Hauptquellen für Infektionen, so die Verbraucherschützerin. Stark verkeimt können auch Produkte sein, die vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden, beispielsweise Käse, vorgeschnittene Salate, Räucherfisch oder Wurstwaren.

Wer auf "Nummer Sicher" gehen will, sollte folgende Tipps der Verbraucherzentrale Brandenburg beachten:
  • Der Verzehr von rohen Eiern, zum Beispiel in Desserts, oder von rohem Hackfleisch ist mit einem Risiko verbunden – beides besser nur gegart verzehren.
  • Rohes Fleisch, insbesondere Geflügel, sollte man nicht mit anderen Lebensmitteln zusammen zubereiten und benutzte Arbeitsflächen sowie das Spülbecken gründlich reinigen.
  • Inhalte von unter Druck stehenden Konserven sind auf keinen Fall zu verzehren: Es besteht die Gefahr von Botulismus, einer potenziell tödlich verlaufenden Vergiftung durch Bakterien.
  • An- oder aufgetaute Eiscreme sollte man nicht wieder einfrieren. Vorhandene Keime wie Salmonellen können sich in der Auftauphase stark vermehren und werden durch das Wiedereinfrieren nicht abgetötet.
  • Lebensmittel, die nicht mehr einwandfrei aussehen, riechen oder schmecken, lieber wegwerfen. Das gilt besonders für tierische Produkte und Nüsse.
  • Bereits beim Einkauf ist darauf zu achten, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht erreicht ist; Produkte die ein Verbrauchsdatum tragen, möglichst sofort verzehren beziehungsweise auch bei kurzfristiger Lagerung die angegebenen Kühltemperaturen einhalten.
  • Spüllappen in der Küche sind regelmäßig zu wechseln und auf die Handhygiene zu achten

    Individuellen Rat zu gesunder Ernährung und Lebensmitteln erhalten interessierte Verbraucher
  • in den Beratungsstellen,
    Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil max. 42 Ct/min) - sowie
  • am Beratungstelefon unter 01805 / 79 13 52 jeden Mo, Mi, Do von 10 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil max. 42 Ct/min).



    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


  • Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link745821A.html