Um Kellerräumen den typisch muffigen Geruch auszutreiben, werden diese an warmen Sommertagen gern und oft gelüftet. "Falsches Lüften kann statt frischer Luft aber feuchte Wände mit sich bringen", warnt Diplomingenieur Günther Zierenberg, Energieberater der Verbraucherzent-rale Brandenburg, vor dem unüberlegten Aufreißen von Kellerfenstern und -türen. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit speichert als kalte, setzt sich die Feuchte beim Abkühlen als Kondenswasser an Oberflächen ab. Wie sich zum Beispiel auf einer Flasche nach dem Herausnehmen aus dem Kühlschrank Wassertropfen bilden, setzt sich die Feuchtigkeit der warmen Außenluft auch im Keller an den kühlen Innenwänden ab. Statt Frischluft führt man dem Keller also Feuchtigkeit zu, wodurch der muffige Geruch erzeugt oder verschlimmert werden kann. Zusätzlich sind feuchte Wände ein guter Nährboden für unerwünschte Schimmelpilze.
Richtiges Lüften ist bei Kellern also oberstes Gebot. An heißen und schwülen Tagen sollte man in Kellerräumen besser ganz aufs Lüften verzichten. Falls sie unbedingt erforderlich ist, empfiehlt sich eine Lüftung in der zweiten Nachthälfte oder am frühen Morgen. Noch wichtiger ist regelmäßiges Stoßlüften im Winter oder wenn im Keller gewaschen, getrocknet und gebügelt wird - am besten kurz und kräftig bei weit geöffne-ten Fenstern und Türen. Dauerlüften bei gekipptem Fenster ist viel weniger effektiv.
Neben dem falschen Lüften können feuchte Kellerwände auch durch eine mangelnde Außenabdichtung oder andere bauliche Mängel zustande kommen. Zur Klärung sollte man einen Experten hinzuziehen, da Lüften das Problem nicht beheben kann. Bei Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel können sich Rat Suchende an die unabhängigen Energieberater der Verbraucherzentrale wenden. Unter der Telefonnummer 09001-ENERGIE oder 09001-36 37 443 (0,14 €/min aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer) können sich Verbraucher telefonisch beraten lassen oder einen Beratungstermin in der nächstgele-genen Beratungsstelle vereinbaren.
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