Potsdam: Im Streit um überteuerte Geldautomatengebühren für Fremdkunden haben am 25.8.2010 die Bankenverbände mitgeteilt, dass ab 15.1.2011 die Kosten für Bargeldauszahlungen am Automaten angezeigt werden. Ergänzend haben die Privatbanken angekündigt, die Kosten für die Abhebung für Fremdkunden auf maximal 1,95 Euro zu begrenzen.
Erk Schaarschmidt, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Brandenburg, begrüßt zunächst die Äußerung zur transparenten Kostenanzeige, verweist aber darauf, "dass ungezügelte Preise bei Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken weiter auf der Tagesordnung stehen werden." Dass es auch anders geht, zeige die als positiv zu wertende Ankündigung der Privatbanken, maximal 1,95 Euro pro Auszahlung zu berechnen.
Schaarschmidt fordert deshalb ein zügiges Einlenken der Sparkassen und Volksbanken, "da diese mit ihren Automaten insbesondere im ländlichen Raum eine marktbeherrschende Stellung inne haben".
Diese werde nach Ansicht der Verbraucherzentrale missbraucht, wenn Fremdkunden mit einem Vielfachen der tatsächlichen Kosten abgezockt werden. Die tatsächlichen Kosten lägen laut Bundeskartellamt bei meist unter 1 Euro pro Auszahlvorgang. Druck komme auch von der EU-Kommission, da sich unter anderem ausländische Deutschland-Besucher über die hohen Automatengebühren beschwerten.
Weitere Hinweise gibt jede Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Brandenburg.
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