"Wie bei allen anderen Kaufentscheidungen ist auch bei Kreditangeboten ein aufmerksames Vergleichen der Preise beziehungsweise Zinsen angebracht", rät Erk Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Denn obwohl die Banken derzeit äußerst günstig an Geld kämen, würde diese Zinsentwicklung in der Regel immer noch nicht angemessen an die Kunden weitergegeben. Da die variablen Zinsen bei Sparverträgen dagegen recht schnell nach unten angepasst werden, gibt Finanzdienstleistungsexperte Schaarschmidt zu bedenken: "Für den Ausgleich von finanziellen Engpässen ist der Einsatz einer kurzfristig verfügbaren Spareinlage oft vorteilhafter als eine Kreditaufnahme".
Wer keine Rücklagen hat und für einen Dispo-Ausgleich oder eine wichtige Investition daher auf ein Darlehen angewiesen ist, sollte vor dem Vertragsabschluss ein paar Dinge beachten, um nicht noch tiefer in die Schulden zu rutschen. Grundsätzlich raten die Verbraucherschützer zum Beispiel zur Vorsicht vor gewerblichen Kreditvermittlern, vor allem, wenn diese mit Hinweisen wie "ohne Bonitätsprüfung" oder "ohne SCHUFA" für sich werben. Aber auch Geldinstitute haben vor allem ihr Geschäft im Auge, so dass Verbraucher selbst prüfen müssen, ob das Vertragsangebot ausreichend darüber informiert, welche Raten auf sie zukommen, wie teuer der Kredit letztlich ist und unter welchen Umständen der Vertrag wieder aufgelöst werden kann.
Mehr darüber erfahren interessierte Verbraucher in den kostenlosen Faltblättern "Auf dem Weg zum Kredit" und "Ihre neuen Rechte gegenüber Kreditvermittlern". Beide können aus dem Internetauftritt unter www.vzb.de herunter geladen oder in jeder Beratungsstelle des Landes kostenlos mitgenommen werden.
Individuellen Rat erhalten Betroffene
Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil max. 42 Ct/min) - sowie
* laut Veröffentlichung der Stiftung Warentest vom 14.09.2010 mit einer Übersicht der Dispozinsen von rund 1000 Banken und Sparkassen
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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