"Gerade bei Vorsorgeverträgen sollte man sich deshalb unbedingt auch unabhängig informieren", rät der Verbraucherschützer und ergänzt: "Hilfreiche Kriterien listet unser Faltblatt ‚10 Goldene Regeln für die Geldanlage’ im Überblick auf, das online unter www.vzb.de und in den Beratungsstellen zu haben ist."
Für erfreulich hält Schaarschmidt die hohe Akzeptanz staatlich geförderter Riester-Verträge. Dennoch weiß er aus Beratungen, dass Verbrauchern auch hier oft ungünstige Verträge aufgeschwatzt werden, weil die staatliche Förderung als Garantie für Vertrauenswürdigkeit missverstanden wird. "Riester ist nicht gleich Riester! Mehrere Angebote sollten verglichen werden", fordert der Jurist zur aufmerksamen Prüfung auf. Der Staat prüfe hier lediglich bestimmte Formvorgaben, nicht aber die Wirtschaftlichkeit und Effektivität des Sparvertrags.
Die Erhebung der Geldinstitute, die anlässlich des von ihnen initiierten Weltspartags am 29. Oktober jährlich ihre Produkte ins Gespräch bringen, weist neben dem Sparverhalten der Deutschen auch eine bedenkliche Position aus: Immerhin elf Prozent der bundesweit Befragten fühlen sich zum Sparen gar nicht in der Lage, im Land Brandenburg dürften das angesichts des sozialen Gefälles deutlich mehr sein – eine Aufgabe für die Politik, hier ausgleichend einzugreifen.
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