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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

28.10.2010
Viele Deutsche sparen uneffektiv

Verbraucherzentrale: Versichern und Sparen trennen

"Viele Deutsche legen ihr Geld in einer Versicherung an und sparen uneffektiv", schätzt Erk Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale Brandenburg mit Blick auf die Bestandsaufnahme des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands ein, nach der 61 Prozent der Deutschen ihr Geld in eine Rentenversicherung einzahlen. Häufig verließen sich Verbraucher laut Schaarschmidt auf Finanzvermittler, die sich an der Provision statt dem Kundenbedarf orientieren. Zudem seien Rentenversicherungen nur für diejenigen geeignet, welche die Sparbeiträge auch langfristig durchhalten. Das sei jedoch eine Minderheit von nur einem Drittel der Versicherungskunden. Kommt es zu Stornierungen, verliere man bei gekoppelten Verträgen auch den wichtigen Berufsunfähigkeitsschutz. Bei fondsgebundenen Policen werde zudem meist das Kapitalmarktrisiko auf die Kunden abgewälzt, was diesen meist nicht klar ist.

"Gerade bei Vorsorgeverträgen sollte man sich deshalb unbedingt auch unabhängig informieren", rät der Verbraucherschützer und ergänzt: "Hilfreiche Kriterien listet unser Faltblatt ‚10 Goldene Regeln für die Geldanlage’ im Überblick auf, das online unter www.vzb.de und in den Beratungsstellen zu haben ist."

Für erfreulich hält Schaarschmidt die hohe Akzeptanz staatlich geförderter Riester-Verträge. Dennoch weiß er aus Beratungen, dass Verbrauchern auch hier oft ungünstige Verträge aufgeschwatzt werden, weil die staatliche Förderung als Garantie für Vertrauenswürdigkeit missverstanden wird. "Riester ist nicht gleich Riester! Mehrere Angebote sollten verglichen werden", fordert der Jurist zur aufmerksamen Prüfung auf. Der Staat prüfe hier lediglich bestimmte Formvorgaben, nicht aber die Wirtschaftlichkeit und Effektivität des Sparvertrags.

Die Erhebung der Geldinstitute, die anlässlich des von ihnen initiierten Weltspartags am 29. Oktober jährlich ihre Produkte ins Gespräch bringen, weist neben dem Sparverhalten der Deutschen auch eine bedenkliche Position aus: Immerhin elf Prozent der bundesweit Befragten fühlen sich zum Sparen gar nicht in der Lage, im Land Brandenburg dürften das angesichts des sozialen Gefälles deutlich mehr sein – eine Aufgabe für die Politik, hier ausgleichend einzugreifen.

Individuellen Rat erhalten Betroffene
  • in ausgewählten Verbraucherberatungsstellen -
    Terminvereinbarung unter 01805 / 00 40 49 jeden Mo bis Fr von 9 bis 16 Uhr (14 Ct/min a. d. dt. Festnetz, mobil max. 42 Ct/min) - sowie
  • am Beratungstelefon unter 09001 / 775 770 jeden Mo bis Fr von 9 bis 18 Uhr (1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend).



    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

  • TitelDok.-TypGröße
    Faltblatt "10 goldene Regeln zur Geldanlage"Faltblatt "10 goldene Regeln zur Geldanlage".pdf PDF923.5 KB


    Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link803011A.html