Infolge des Rauchens sterben in Polen jedes Jahr über 70.000 Menschen - die Einwohnerzahl einer mittleren Stadt. Über neun Millionen Polen rauchen täglich zwischen 15 und 20 Zigaretten, jeden Tag fangen rund 500 minderjährige Jungen und Mädchen mit dem Rauchen an. "Die neuen Vorschriften sehen ein strenges Rauchverbot in Restaurants, Cafes und Diskotheken im Interesse des vorbeugenden Gesundheitsschutzes vor", erläutert Dr. Katarzyna Guzenda vom Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrum in Frankfurt (Oder) und präzisiert: "Dort darf nur in getrennten Raucherräumen geraucht werden, die abgeschlossen und gut belüftet sind. Gibt es in einer Kneipe keinen Extra-Raum für Raucher, muss sie rauchfrei bleiben.
Vom Verbot ist auch das Rauchen in Bussen und Zügen umfasst. Künftig wird man daher keine Fahrkarte von Berlin nach Warschau mehr in einem Raucherabteil kaufen können. Ebenso ist das Rauchen an Bushaltestellen, in kulturellen Zentren, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen untersagt. Auf der Arbeit und an Bahnhöfen ist das Rauchen ebenfalls nur noch in Raucherzimmern erlaubt. In den Läden wird es zukünftig Hinweisschilder zum Verkaufsverbot von Tabak- und Alkoholprodukten an Minderjährige geben. "Wer sich an unerlaubten Stellen eine Zigarette anzündet, muss mit hohen Bußgeldern bis zu 500 PLN, also etwa 125 Euro, rechnen", warnt Dr. Guzenda. Über das geltende Rauchverbot sollen aber entsprechende Schilder informieren.
Mehr Informationen zu diesen und anderen Verbraucherthemen können Interessierte im Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrum in Frankfurt (Oder), Karl- Marx- Str. 7, oder telefonisch unter 0335-500 80650 erhalten.
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