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Abschied von der Glühbirne: Die EU setzt auf energiesparende Beleuchtung

Nach und nach verabschiedet sich die Europäische Union von den hergebrachten Glühlampen. Denn sie sind alles andere als ein effzientes Beleuchtungsmittel. Gerade mal etwa 5 Prozent der eingesetzten Energie wandeln die hergebrachten Glühbirnen in sichtbares Licht um. Seit 2009 verschwinden sie deshalb nach und nach aus den Regalen. Los ging`s mit den 100-Watt-Birnen und den matten Glühlampen. Zum 1. September 2010 folgten die 75-Watt-Lampen, und seit dem 1. September 2011 finden sich peu à peu immer weniger 60-Watt-Glühbirnen im Handel. So setzt es sich Jahr für Jahr fort: Bis 2016 sollen nicht nur alle Glühlampen, sondern auch ineffiziente Halogenlampen durch energiesparende Lampen der Effizienzklassen A oder B ersetzt werden.
Zeitplan fuer das Aus der Gluehbirne

Die Verbraucher müssen sich deshalb nach Alternativen umsehen - und umdenken. Denn dass man eine Lampe überall einsetzen kann und beim Kauf allein auf die Wattzahl achten muss - diese Bequemlichkeit der Glühbirnen-Ära gehört der Vergangenheit an.

Die modernen Alternativen zur Glühlampe


Als Alternative zur Glühlampe eignen sich sowohl Kompaktleuchtstofflampen (gemeinhin bekannt als Energiesparlampen) als auch Leuchtdioden (LED) oder Halogenlampen. Vor der Entscheidung sollte zunächst überlegt werden, wofür die Lampe benötigt wird. Denn die Wahl des optimalen Leuchtmittels hängt ganz vom gewünschten Einsatzort und -zweck ab:
  • Ausleuchtung eines ganzen Raumes oder nur eines Bereiches
    LED-Leuchte
    LED-Leuchte: Punktgenaues Licht

    Mit Energiesparlampen lässt sich derzeit am preiswertesten ein ganzer Raum erhellen; Halogen- oder LED-Spots eignen sich hingegen eher für eine punktuelle Ausleuchtung. Halogenlampen und Leuchtdioden gibt es allerdings auch mit größerem Abstrahlwinkel in der klassischen Glühlampenform zu kaufen. Mehrere LED-Lampen nebeneinander geschaltet können für einen kompletten Raum ausreichen. Momentan spricht jedoch der hohe Kaufpreis einer einzelnen LED-Lampe gegen diese Lösung. Halogenlampen kosten zwar erheblich weniger. Aber wegen ihrer geringeren Lebensdauer und Lichtausbeute stellen sie ebenfalls eine teurere Alternative für ein ganzes Zimmer dar.
  • Einsatz im Außenbereich
    Für den Außenbereich eignen sich wunderbar LED-Lampen, da sie bei niedrigen Temperaturen besonders hell leuchten. Sie brennen unmittelbar nach dem Anschalten mit voller Lichtleistung und können aufgrund ihrer hohen Schaltfestigkeit auch gut in Kombination mit einem Bewegungsmelder eingesetzt werden.
  • Start ohne Verzögerung, schnell volle Helligkeit, hohe Toleranz bei häufigem An- und Ausschalten
    Kompaktleuchtstofflampen, die rasch erstrahlen, sich außerdem häufig an- und ausschalten lassen, ohne frühzeitig auszufallen, sind meist recht teuer. Für diese Anforderungen eignen sich LED-Lampen besser. Zur Not gehen auch Halogenlampen. Die sind zwar günstiger in der Anschaffung, halten dafür aber nicht so lange wie LED.
  • Dimmfähige Lampen
    Halogenlampen lassen sich per se dimmen. Bei Energiesparlampen und Leuchtdioden ist das nur garantiert, wenn es auch auf der Verpackung steht. Dimmbare Modelle kosten in der Regel deutlich mehr, und die Lampen sind auch nicht mit jeder Dimmerbauart kompatibel. Deshalb ist es ratsam, sich vor dem Kauf von einem Fachverkäufer beraten lassen. Außerdem empfiehlt sich, eine Umtauschgarantie aushandeln, falls sich die neue Lampe nicht mit dem bereits installierten Dimmer regeln lässt.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Brandenburg e.V., Templiner Straße 21, 14473 Potsdam
Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link811381A.html