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Beratungsstellen

Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Brandenburg

16.06.2011
Schule bei Verbraucherzentrale hoch im Kurs
Lotto, Abos und Energie: 2010 drehte sich viel ums Geld

Zahlen & Fakten
Rund 100.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger erreichte die Verbraucherzentrale des Landes im Jahr 2010 unmittelbar – zirka 85.000 mit individuellen Beratungen und Auskünften, etwa 15.000 mit Aktionen und Seminaren. In über 100 Fällen unterbanden die Verbraucherschützer durch Verhandlungen mit Unternehmen und rechtliche Schritte rechtswidriges Verhalten zu Lasten der Verbraucher, mehr als 1.200 Mal vertraten sie Verbraucherinteressen im Einzelfall gegenüber Anbietern.
Beispielhaft genannt seien erfolgreiche Klagen gegen den Energieversorger EMB wegen unzulässiger Preisanpassungsklauseln oder gegen die CLT-Marketing-Touristik wegen Vorkasse für Reisesicherungspakete ohne Übergabe eines Sicherungsscheins und korrekte Widerrufsbelehrung.
(Genaue Zahlen: Verbraucherinnen und Verbraucher wurden erreicht
33.613 x durch Rechtsrat, 51.441 x durch Auskünfte, 14.861 in Gruppen)

Nachfrageentwicklung und Hilfsangebote
Als Nachfrageschwerpunkte etablierten sich im Jahr 2010 weiter die Bereiche Telekommunikation mit etwa einem Drittel aller Beratungen sowie das klassische Verbraucherrecht mit einem Viertel. Mit einer Verdopplung der Kontakte auf etwa ein Zehntel des Gesamtaufkommens sowohl bei Einzelberatungen als auch bei Vorträgen lag das Thema Energiesparen gut im Trend.
Dabei wuchsen die Ansprüche an die fachliche und soziale Kompetenz der Berater auch 2010 weiter. Häufig suchten Verbraucher die Beratungsstellen mehrmals in Folge auf, weil beispielsweise Inkassofirmen oder Anwälte nochmals "nachlegen".

Vor allem folgende Probleme blieben "Dauerbrenner":
    Gestützt auf oft am Telefon untergeschobene Verträge erhielten Verbraucher Zahlungsaufforderungen – darauf reagierte die Verbraucherzentrale mit einer Sammlung von über 8.000 Beschwerden im Land und forderte im Rahmen einer bundesweiten Kampagne besseren gesetzlichen Schutz.
    Häufige Verbraucherhinweise auf irreführende Werbung griffen die Verbraucherschützer mit Marktchecks zur Preisauszeichnung in Schaufenstern und Grundpreisangaben bei Lebensmitteln in acht Orten auf; zahlreiche angemahnte Händler korrigierten in der Folge ihre Werbung.
    3. Zu Energiepreiserhöhungen, Versorgerwechsel und Fluggastrechten infolge der Vulkanaschewolke klärte die Verbraucherzentrale öffentlich über Verbraucherrechte auf und unterstützte mit Rechtsvertretungen.


Schwerpunkt Verbraucherinformation und Aktionsplan "Verbraucherbildung in Schulen" 2010
Neben der individuellen Beratung zum Verbraucherverhalten spielen Informationsangebote eine wachsende Rolle: Bei einer Befragung 2008 wünschten sich Brandenburger mehr Informationen zu Verbraucherthemen. Die Angebote der Verbraucherzentrale im Jahr 2010 reichten von der Pressearbeit über Publikationen und Internet bis zu Veranstaltungen, bei denen Aktionen zu Ernährung und Lebensmittelrecht mit einem Anteil von zwei Dritteln deutlich dominierten.
Besonders auf Kinder und Jugendliche gingen die Verbraucherschützer gezielt zu, weil die Ausprägung von Kompetenzen im Jugendalter nachhaltig zu eigenständigen Entscheidungen befähigen kann. Der Schule als einem Ort systematischer Vorbereitung auf den Alltag galt deshalb der Aktionsplan "Verbraucherbildung in Schulen" 2010. Mit engagierter Unterstützung des vom Verbraucherschutzministerium des Landes initiierten "Arbeitskreises Verbraucherbildung", in dem auch Vertreter von Bildungsministerium, LISUM und Universität Potsdam aktiv sind, konnten folgende Schritte umgesetzt werden:
  • Zu den inhaltlichen Schwerpunkten Medien- und Finanzkompetenz sowie Ernährung führte die Verbraucherzentrale im Schuljahr 2010/11 erstmals in allen sechs Schulamtsbereichen insgesamt elf Lehrerfortbildungen sowie Seminare für Lehrerstudenten des Instituts für Arbeitslehre durch.
  • Der Verbesserung der Schulverpflegung dienten ein Schulwettbewerb zur ansprechenden Gestaltung der Mensa und 73 Infoveranstaltungen, teilweise im Auftrag der Vernetzungsstelle Schulverpflegung.
  • Interaktive Projektangebote bereicherten den Unterricht zu Ernährung und Klimaschutz, beispielsweise die "MachBarTour", die "Schokologie" und die Wanderausstellung "Klimaschützen kann jeder!"
  • Für die Auswahl von Unterrichtsmaterialien wurden das Bundesprojekt "Materialkompass" und Materialien der Universität Potsdam empfohlen.

    Ausblick
    Die Mitglieder der Verbraucherzentrale debattieren am 30. Juni über ihre weitere Schwerpunktsetzung. Gute Chancen hat die Verbraucherbildung, sich auch künftig mittels Lehrerfortbildungen und flankierender Angebote für Familie und Freizeit wie ein Facebook-Profil zu etablieren. Kern der Arbeit bleiben aber persönliche Beratungen zu den klassischen Themen in 13 Beratungsstellen sowie sich daraus ergebende Rechtsvertretungen für Verbraucher.


    Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


  • Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
    Verbraucherzentrale Brandenburg, Templiner Strasse 21, 14473 Potsdam
    Sie finden es im Internet unter: http://www.vzb.de/link898011A.html